CT-gesteuerte ISG-Infiltration

Die Computertomographie (CT) ist aufgrund ihrer präzisen Darstellung der Anatomie und der schnellen Bildentstehung ideal zur Planung und Steuerung von Infiltrationen an der Wirbelsäule geeignet.

  • Indikation zur CT-gesteuerten ISG-Infiltration

    Eine temporäre Schmerzminderung kann bei degenerativ bedingten ISG-Beschwerden für eine gewisse Zeit erzielt werden.

    Ablauf der CT-gesteuerten ISG-Infiltration

    Für die CT-gesteuerte ISG-Infiltration muss der Patient auf dem Bauch liegen. Für die Dauer der Infiltration sollte der Patient ca. 10 bis 15 Minuten ruhig auf dem Bauch liegen können. Die Nadelspitze wird an den Gelenkspalt herangeschoben und mittels Kontrastmittel eruiert, ob eine intraartikuläre (in das Gelenk) oder periartikuläre (um das Gelenk) Verteilung resultiert. Ein signifikanter Unterschied in der Wirkung ist jedoch nicht zu erwarten (1). Anschliessend wird mit ca. 1 – 2 ml Lokalanästhesie (z. B. Lidocain® 2 % oder Carobstesin® 1 %) und ca. 20 mg Kenacort® pro Gelenk infiltriert. Der Patient kann im Rahmen der intraartikulären Injektion einen Druck im Gelenk verspüren.

    Nachkontrolle und mögliche Nebenwirkungen

    Der Patient für ca. 30 Minuten in unserem Institut und wird dann vom Radiologen nochmals befragt. Die kurzfristige Schmerzminderung wird im Bericht vermerkt. Selten kann beim Vorliegen einer epiduralen synovialen Zyste (Ausstülpung der Gelenkshaut), welche vom Fazettengelenk ausgeht, diese im Rahmen der Injektion stärker gefüllt werden, was kurzfristig zu radikulären (ausstrahlenden) Symptomen führen kann. Dies tritt jedoch direkt bei der Injektion auf und kann daher vom Radiologen erkannt werden. Zudem sind diese Symtpome nur temporärer Natur. Mögliche Blutungen treten nur in den hinter der Wirbelsäule liegenden Weichteilen auf, weit weg von Nerven oder dem Spinalkanal und sind wie auch Infekte extrem selten.