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Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. "Mamma" ist der lateinische Name für die weibliche Brust. "Graphie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung oder auch Darstellungsverfahren übersetzt werden.

Die Mammographie erfolgt an speziellen Röntgengeräten. Die verwendete Röntgenstrahlung ist eine energiearme Strahlung. Diese führt zu kontrastreicheren Aufnahmen, als sie bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen mit energiereicher Strahlung möglich wären. Die Röntgenstrahlung, die das Gewebe durchtritt, regt eine Phophorschicht an, die digital ausgelesen wird. Nach einer elektronischen Verarbeitung wird das Bild auf den Computer zur Beurteilung gesandt und Ihnen auf einem Laserfilm zur Dokumentation ausgedruckt. Diese digitale Verarbeitung spart 40% der Röntgenstrahlung und hat eine hohe Auflösung. Somit können geringe Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes sichtbar gemacht werden. Selbst winzige Verkalkungen (Mikrokalk), die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sind, können nachgewiesen werden.

Die Mammographie dient der Brustkrebs-Früherkennung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Lange haben Experten diskutiert, ob die routinemässige Tastuntersuchung durch eine regelmäßige Mammographie ergänzt werden soll. Mittlerweile besteht Einigkeit, dass Frauen zwischen 50 und 69 Jahren routinemässig alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen lassen sollten.
Diese Altersgrenze wird aber diskutiert.


Die weibliche Brust, gegebenenfalls auch die männliche Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung umso geringer, je mehr die Brust komprimiert wird. Dieses Zusammendrücken wird nur soweit durchgeführt, wie es von der Patientin als nicht unangenehm empfunden wird. Von jeder Brust werden in der Regel zwei Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehr Bilder nötig sein. Anschliessend beurteilt der Arzt die Bilder und bespricht diese mit der Patientin.
Bei sehr kräftigem Drüsengewebe mit wenig Kontrast in der Bildgebung führen wir meist zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durch, damit überlagerte Strukturen aufgelöst werden und die Untersuchung genügend empfindlich ist. Auch wird jeder Tastbefund ergänzend mit einer Ultraschalluntersuchung abgeklärt.
Nach der Untersuchung werden der Befund und die Bilder Ihrem Arzt zugestellt.
Wir haben für Sie auch eine Patienteninformation zusammengestellt.