Was ist PET/CT?

Die PET (Positronen-Emissionstomographie) und die CT (Computertomographie) sind zwei unterschiedliche, sich ergänzende Schnittbilduntersuchungen: Die PET liefert als funktionelles Verfahren Informationen über krankhafte Prozesse (z.B. Tumoren oder Entzündungen) wobei deren exakte anatomische Zuordnung zu einem Organ oft nicht möglich ist. Hier kommt die CT zum Zuge welche die anatomischen Verhältnisse exakt anzeigen kann.
  • PET

    PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei welchem mit Positronen radioaktiv markierte Substanzen verwendet werden. Beim Positronenzerfall entstehen zwei Photonen, die sich in einem Winkel von 180° voneinander entfernen. Mittels Koinzidenzmessung lässt sich der Ort des Zerfalles im Körper genau bestimmen. Die örtliche Auflösung unseres PET/CT-Gerätes mit Integration modernster Technologie (beispielsweise time-of-flight) beträgt 2 – 4 mm. Bei der PET Untersuchung wird eine kleine Menge einer radioaktiv markierten Substanz intravenös (in eine Vene) verabreicht. Je nach klinischer Fragestellung kommen unterschiedliche, mit den Isotopen Fluor-18 (F-18) oder Gallium-68 (Ga-68) markierte Substanzen zum Einsatz:

    • Glukose (18F-FDG) für bösartige Tumoren (z.B. Bronchuskarzinom, malignes Lymphom) oder Infekte/Entzündung
    • Cholin (18F-Fluorocholin) bei speziellen Fragestellungen beim Prostatakarzinom
    • PSMA (68Ga-PSMA) bei speziellen Fragestellungen beim Prostatakarzinom
    • Fluorid (18F-Fluorid) für die Beurteilung des Knochens
    • Andere Substanzen (Tyrosin, DOTATATE) bei speziellen Fragestellungen

    CT

    Mit der CT werden die Querschnittsbilder des Körpers mittels Röntgenstrahlen erzeugt, wobei mit unserem Gerät der letzten Generation (128-Zeilen-CT; Niedrig-Dosis-Technik) Ganzkörperuntersuchungen innert wenigen Sekunden durchgeführt werden können. Die CT-Bilder sind vergleichbar mit Landkarten, welche uns die Organe und andere Strukturen zeigen.

    Warum PET/CT?

    PET/CT ist die Kombination der oben genannten Verfahren, welche morphologische (CT) und funktionelle (PET) Informationen in einem Untersuchungsgang zusammenbringt und dadurch Krankheiten bewiesenermassen genauer beurteilt werden können.

    Mit der Verwendung spezieller Technologien wie „time-of-flight“ in der PET wie auch der „iterativen Rekonstruktion“ von CT-Rohndaten kann die Bildqualität verbessert und gleichzeitig die Strahlenbelastung für den Patienten reduziert werden. Die Strahlendosis einer PET/CT-Untersuchung beträgt zirka das zweifache der mittleren natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz (jährliche ‚natürliche’ Strahlenbelastung in der Schweiz ca. 4.8 mSv).


    1. Before
    2. After
    FDG-PET/CT bei Rektumkarzinom: Die in der PET sichtbare FDG-Anreicherung (gelb = viel Aktivität, blau = wenig Aktivität) lässt sich durch Überlagerung mit der gleichzeitig angefertigen CT exakt dem Enddarm (Rektum) zuordnen.


    PET/CTPET/CT-Untersuchung

Weitere Informationen

  • FDG-PET/CT

    FDG PET/CT (18F-FDG)

    Die FDG-PET/CT wird zur Beurteilung von bösartigen Tumoren (z.B. Bronchuskarzinom, malignes Lymphom) oder Infekten/Entzündungen durchgeführt.