Lungenperfusionsszintigraphie

Die Lungenszintigraphie (Lungenperfusionsszintigraphie) wird heute nur noch selten zum Nachweis/Ausschluss von Lungenembolien durchgeführt. In den allermeisten Fällen wird bei dieser Indikation eine Computertomographie (CT) angefertigt. Falls dies nicht möglich ist (z.B. schwere Niereninsuffizienz oder Kontrastmittelallergie) bietet sich die Szintigraphie an, ggf. ergänzt mit einer nativen low-dose CT des Thorax zur Korrelation bei unklaren Befunden.
  • Funktionsprinzip

    Die über eine Armvene (i.v.) applizierte, radioaktive Substanz (Radiopharmakon) wird über den rechten Vorhof in die rechte Herzkammer transportiert und gelangt über die Lungenarterien (Pulmonalarterien) in den Lungenkreislauf. Dort bleiben die, der radioaktiven Substanz angekoppelten Eiweissteilchen aufgrund ihrer geringen Grösse in den kleinsten Lungengefässen (Kapillaren) hängen. Dadurch kann die Durchblutung der Lungen beurteilt werden.

    Untersuchungsablauf

    Unmittelbar nach Injektion des Radiopharmakons in eine Armvene erfolgen die Aufnahmen des Brustkorbes im Liegen mit einer Gammakamera, die dabei in verschiedenen Positionen dicht am Brustkorb positioniert wird. Um eine optimale Qualität zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass sich der Patient während der Aufnahmen nicht bewegt. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 20 Minuten.

    Wir führen keine Inhalationsszintigraphien durch.


  • LungenperfusionsszintigraphieAbbildung: Normale Lungenszintigraphie


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