Was ist Ultraschall?

Mit Ultraschall (US) bezeichnet man den Schall oberhalb der menschlichen Hörschwelle, mit Frequenzen zwischen 20 kHz und 1 GHz. Töne mit noch höherer Frequenz werden als Hyperschall bezeichnet, unterhalb des für Menschen hörbaren Schalls spricht man dagegen von Infraschall.
  • Ultraschalltechnik

    In der Diagnostik verwendet man Frequenzen zwischen 1 und 40 MHz bei einer mittleren Schallintensität von 100 mW/cm2. Ein Ultraschallgerät enthält eine Elektronik für die Schallerzeugung, Signalverarbeitung und -darstellung, ausserdem Schnittstellen für einen Monitor und Drucker sowie für Speichermedien oder Videokameras. Per Kabel daran angeschlossen ist eine auswechselbare Ultraschallsonde, auch Schallkopf genannt. Die Sonde sendet kurze, gerichtete Schallwellenimpulse aus, die in den Gewebeschichten unterschiedlich stark reflektiert und gestreut werden, was als Echogenität bezeichnet wird. Aus der Laufzeit der reflektierten Signale kann die Tiefe der reflektierenden Struktur rekonstruiert werden. Die Stärke der Reflexion wird vom Ultraschallgerät als Grauwert auf einem Monitor dargestellt.

    Ultraschall in der Medizin

    Ultraschall AbdomenDie Bildgebung mittels Ultraschall (Sonographie) ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt.

    Ein wesentlicher Vorteil der Sonographie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht beschädigt, die Untersuchung verläuft weitgehend schmerzfrei.

    Die Sonographie hat auch Nachteile: Die Erstellung und Interpretation sonographischer Bilder erfordert verschiedene Fertigkeiten, die schwierig zu erlernen sind. Das Verfahren ist deshalb stark abhängig von der persönlichen Erfahrung des untersuchenden Arztes. Daraus resultiert die verminderte Objektivität des Verfahrens. So hängt die Qualität der gewonnenen Bilder von vielen Faktoren ab, die gleichzeitig berücksichtigt werden müssen: Position des Patienten, Geräteeinstellungen, Handhabung der Sonde. Des Weiteren weist das Verfahren eine geringere Raumauflösung auf als die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT, MRI), besonders in tieferliegenden Geweben. Auch die Weichteil-Kontrastauflösung ist der MRT unterlegen.

    Alle wasserhaltigen, blutreichen Organe sind für den Ultraschall gut untersuchbar. Schlecht untersuchbar und z.T. nicht beurteilbar sind alle gashaltigen Organe (z.B. der Darm bei Blähungen sowie die Lungen) und das Innere von Knochen. Auch das Gehirn ist bedingt durch die Schädelknochen beim Erwachsenen nur unzureichend zugänglich.

    Optimale Vorbereitung auf eine Ultraschalluntersuchung

    Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes (Abdomen) sollten nüchtern oder allenfalls nach einer kleinen Mahlzeit durchgeführt werden. Die Harnblase sollte bei allen Untersuchungen des Bauchraumes gut gefüllt sein.

    Für alle anderen Ultraschalluntersuchungen (zum Beispiel Halsweichteile, Schilddrüse, Brust, Gelenke) ist keine besondere Vorbereitung notwendig.

    Gerne geben Ihnen unsere Mitarbeiterinnen Auskünfte über die entsprechende Vorbereitung Ihrer Untersuchung.


  • AbdomenultraschallAbbildung: Ultraschall der Leber