MRI Newsletter Nr. 18

Tomosynthese – ein modernes Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik

Der Brustkrebs ist nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa die häufigste Krebserkrankung der Frau. Nach Angaben der Krebsliga erkranken in der Schweiz jedes Jahr etwa 5900 Frauen an Brustkrebs. Obwohl die Häufigkeit und das Erkrankungsrisiko nach dem 50. Lebensjahr ansteigen, betrifft die Krankheit auch jüngere Frauen. Die Brustkrebs-Prognose hängt von der Tumorgrösse und dem Grad der Invasion zum Zeitpunkt der Erstdiagnose ab. In den letzten 50 Jahren ist die Brustbildgebung kontinuierlich weiterentwickelt worden und hat immer darauf abgezielt, die Diagnostik zu verfeinern, um möglichst früh krankhafte Brustveränderungen festzustellen.


  • Die Tomosynthese ermöglicht eine bisher unerreichte, überlagerungsfreie Darstellung des gesamten Brustparenchyms und erhöht damit die diagnostische Sicherheit. Bei der Tomosynthese wird eine Anzahl von Niedrigdosisaufnahmen des Brustgewebes aus verschiedenen Winkeln angefertigt. Die Bilder eines „Abtastzyklus“ werden zunächst als Datensatz im Rechner abgespeichert und können anschliessend durch mathematische Rekonstruktionsalgorithmen zu beliebig vielen Schichtbildern neu gerechnet werden.

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